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Adriatic Raid: Samobor - Skopljanci, 30.07. - 04.08.2019

An das Welttreffen in Samobor schlossen sich zwei Raids an: die Continental Raid ins Landesinnere und die Adriatic Raid ans Meer. Beide starteten am Sonntag vor­mittag, und über die Adriatic Raid möchte ich nun kurz berichten.

Zunächst galt es, den Ort zu finden, an dem wir die Raid-Materialien in Empfang nehmen durften - dort ging es etwas chaotisch zu, wir trafen andere Österreicher, die meisten fuhren jedoch auf der anderen Raid mit. In unserer Gruppe waren noch Alfons, Sonja und Fabian. Schlussendlich hatten wir ein Roadbook ergattert, und somit konnte es losgehen!

Ente vor Burgruine Im Roadbook fanden sich vielerlei Vor­schlä­ge, wie man die Route gestalten konnte bzw. welche Orte man besuchen konnte. Man musste aber eine Auswahl treffen, denn alles konnte man un­mög­lich schaffen. Abends sollte man am Schlafplatz sein, wo für das kulinarische und kulturelle Programm gesorgt wäre.

Die erste Etappe führte uns nach Rude, wo sich ein ehemaliges Bergwerk befin­det, in dem früher Kupfer und später Eisenerz abgebaut wurde. Heute ist es ein Museum, das wir - ausgestattet mit Helm und Mantel - besuchten.

Weiter ging es durch Weinbaugebiet nach Karlovac, die Stadt der vier Flüsse - mit dem Stern in der Mitte. In den Flüssen kann man an manchen Stellen auch baden. Auf kleinen, hügeligen Straßen geht es weiter Richtung Ogulin - plötzlich taucht vor uns eine ma­lerische Burgruine auf - da ist ein Foto­stop unumgänglich. Mitten in Ogulin gibt’s eine Schlucht, wo der Fluss Dobra verschwindet und unterirdisch weiterfließt.

Am Sabljaci-See wird das Nachtlager aufgeschlagen, auf einer Wiese vor einem Restau­rant. Kalte Duschen am Seeufer - Abendessen für alle im Restaurant.

Am nächsten Tag schlossen wir uns einer Gruppe an. Wir fuhren ziemlich direkt Richtung Senj. Kurz bevor wir an die Küste kamen, erklommen wir einen kleinen Hügel - und genossen die Aussicht: endlich am Meer! Von unserm Standpunkt hatten wir einen tollen Ausblick auf Meer und vorgelagerte Inseln. Senj wird von sei­ner Festung Nehaj überragt. Elizabeth fand einen schnellen Weg hinauf, und oben war­tete ein einzigartiger, fast schattiger Picknickplatz gleich neben der Festung. Wir hatten kurz zuvor noch eingekauft und konnten also bei unserm Picknick aus dem Vollen schöpfen. So gestärkt, gondelten wir mit unseren Enten die Küste entlang, bis wir in Karlobag wieder ins Landesinnere abbogen. Es ging gleich steil hinauf ins Karst­gebirge. Im Camp Velebit ist schon alles dicht gepackt, als wir ankommen. Oben im Wald finden wir aber noch Platz. Zum Abendessen gibt es Gulasch aus dem Kessel. Es ist ziemlich frisch hier oben, aber zum Glück gibt es ein wärmendes La­ger­feuer, an dem natürlich so manche Geschichte erzählt wird.

Tags darauf ging es wieder runter ans Meer und die Küste entlang, bis Starigrad Paklenica. Dort lockt ein Nationalpark mit Wanderwegen, Klettersteigen und Höhlen. Wei­ter nach Nin, ein hübsches Städtchen an einer Lagune, bekannt für seine Salz­gewin­nung. Die Hitze lastet schwer über den Salzbecken. Das House of Salt in­formiert anschaulich über die Geschichte der Salzgewinnung, und im Shop kann man Salz in verschiedenen Reinheitsgraden sowie gemischt mit allerlei Gewürzen erste­hen. Das nächste Ziel ist Zadar, wo wir einen ausgedehnten Bummel durch die Altstadt inmitten von Festungsmauern machen. Ganz oben auf dem Hügel gibt es auch einen kleinen Park und römische Ruinen. Unser Nachtplatz ist heute in Biograd na Moru, direkt an der Küste. Dort wird gerade ein Buffet aufgebaut, als wir ankommen. Nach dem Abendessen gibt’s Musik vom DJ.

Am Strand von Biograd na Moru Am vierten Tag blei­ben wir vor Ort - in Biograd na Moru. Von un­serem Nachtplatz ist es nicht weit zur Waterfront, vor der alle 2CVs Aufstellung nehmen. Dies ist auch das Zentrum des Ortes, und die vielen Enten, etwa 80 an der Zahl, geben natürlich ein buntes, fröhliches Bild ab. Es ist richtig was los, und Foto­motive ohne Ende! Dazwi­schen ein Drink oder ein Eis in einer Bar, um mit anderen Entenfahrern zu plau­dern. Die Enten haben heute hier ihren gesicherten Parkplatz. Wir schlendern zum Strand und genießen das Meer. Der Wermutstropfen ist, dass die Strände übervoll sind - alle wollen ihren Platz an der Sonne. Beim Mittagessen treffen wir Fami­lie Russ, und alle delektieren sich an Meeresfrüchten. Die Strände näher beim Ort sind noch voller… doch wir finden ein schattiges Plätzchen inmitten des Trubels. Das abendliche Buffet wird heute direkt am Hafen aufgebaut, danach gibt „The Second-Hand Band“ auf der eigens errichteten 2CV-Bühne ein wirklich tolles Konzert. Super Stimmung! Erst spät fahren wir zurück auf den Nachtplatz.

Am nächsten Tag waren wir wieder in der Gruppe unterwegs - wir fuhren nach Trogir, das malerisch auf einer Insel liegt. Dort bummeln wir in den schmalen Gassen zwischen den Steinhäusern. Trogir ist eine wirklich alte Stadt mit vielen historischen Bauten. Es wimmelt zwar auch hier von Touristen, doch wir lassen uns davon nicht die Laune verderben und genießen das südliche Flair. Als wir abends in unserem Camp in Skopljanci nahe Split ankommen, richten wir auf dem terrassierten Platz unter Bäumen unser Entenschlaflager ein, einige von der Gruppe bauen auch ein Zelt auf. Heute ist der letzte Abend (die Raid dauert bis morgen Mittag), und es gibt das große Abschiedsessen. Es wird Lamm gegrillt, und Erdäpfel werden in großen Pfannen unter der Asche zubereitet - sie schmecken himmlisch! Es wird ein langer Abend, da wir noch mit möglichst vielen plaudern wollen, und es werden auch Pläne geschmie­det für zukünftige Unternehmungen…

Nach dem letzten Frühstück große Verabschiedungsszenen - einige verlassen die Raid bereits jetzt. Die große Masse aber formiert sich zum Konvoi - und es geht hinun­ter nach Split. Im Stadtgebiet fahren wir unter Polizeischutz - die weißen Mäuse sorgen dafür, dass der Konvoi zusammenbleibt. Wir drehen eine Runde durchs Hafenviertel - zum Staunen des Publikums. Dann parken wir beim Stadion von Hajduk Split. Hier wollen natürlich alle noch Fotos machen von den vielen bunten Enten. Dies ist das offizielle Ende der Raid - die Veranstalter verabschieden sich und wünschen uns noch eine gute Heim- bzw. Weiterreise. Wir gehen zu Fuß in die Altstadt, es ist nicht allzu weit. Splits Altstadt befindet sich im und um den Palast des rö­mischen Kaisers Diokletian, und auch hier tummeln sich - trotz der Hitze - die Massen. Wir treffen noch die einen oder anderen Raider, doch als wir nach einem ausgie­bigen Spaziergang zum Stadion zurückkommen, haben die meisten Enten den Platz schon verlassen. Fazit: Es war eine gelungene Raid mit vielen interessanten Besuchs­punkten, und auch Spaß und Geselligkeit kamen nicht zu kurz!

Enten vor dem Stadion in Split

 

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